Das Sorraiapferd - die Ahnen der Lusitanos
Das Verbreitungsgebiet der Sorraiapferde, dieser vom Aussterben und seltenen Rasse, liegt im Gebiet des Alto Alentejo. Wie Höhlenbilder beweisen, existiert diese alte Rasse bereits in frühgeschichtlicher Zeit und ist sehr eng mit dem Berber verwandt. Von Genetik-Forschern wird das Sorraiapferd als „lebendes Fossil“ betrachtet. Sie sind die Urahnen der lusitanischen und andalusischen Pferde, die während der Mauren-Zeit mit arabischen Hengsten und Stuten eingekreuzt wurden. Bei der Kolonialisierung des amerikanischen Kontinents haben die Portugiesen im 16. Jahrhundert die Rasse dort verbreitet. Es entstanden so die wild lebenden Mustangs, die argentinischen Kreolen und die brasilianische Rasse Mangalara.
Die Sorraias gelten als uralte Edelpferde. Trotz ihrer Grösse gehören sie nicht zur Gattung der Ponys. Sogar von einigen Hippologen gelten sie als letzten Rest des Wildpferdes des Typs Equus stenois. Bis 1920 wusste die internationale Fachwelt nichts von der Existenz dieser einzigartigen und hochinteressanten Pferderasse. Noch lange danach schwichtete die Rasse ein Schattendasein. Dr. Rui d’Andrade, der bekannte portugiesische Züchter, Hippologe und Historiker, beschäftigte sich schon lange Zeit mit der Geschichte dieser altiberischen Pferderasse. Reiner Zufall war es, dass er eher unbeabsichtigt während eines Jagsausfluges auf etwa 30 wild lebende Sorraiapferde im unzugänglichen Flussgebiet Sor und Raja stiess.
Sofort erkannte er die historische Bedeutung dieser Tiere und erwarb von dort ansässigen Bauern einen Zuchtstock von 7 Stuten. Die Pferde wurden als Hütepferde von den Vaqueiros (Rinderhirten) verwendet. Mit dieser kleinen Zuchtherde begann ein systematischer Zuchtversuch, welcher die Charakteristik dieser Pferderasse festigte.

In den ersten Jahren wurden Hengste dazugekauft um die Rasse aufrecht zu erhalten. Die Nachzucht stelle war für die Hippologen eine grosse Herausforderung dar.

Jedoch erst viel später wurde die Arbeit von der Familie d’Andrade das Bindeglied zum prähistorischen Ursprung der Iberischen Rasse. In den USA bemüht man sich, mit modernster Technologien die Zusammenhänge aufzuklären.

Seite aktualisiert
am 24.02.2007
© 2006-2007 Alle Bilder/Material/Design und Ideen auf dieser Seite sind Copyright geschützt und dürfen ohne schriftliche Genehmigung von Judith Jaeggi nicht benutzt werden.
(Quelle: www.equisport.pt)